Größte weltweite Studie über Ekzeme

Jul 5, 2019
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Größte weltweite Studie über Ekzeme

Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und des Exzellenzclusters „Entzündung an Grenzflächen“ in Kiel in Zusammenarbeit mit Forschern und Klinikern aus 14 verschiedenen Ländern gelungen, die Identifizierung von zehn genomische Regionen, in denen häufige Genvarianten, die das Risiko erhöhen, an Neurodermitis (atopische dermatitis). Die Ergebnisse dieser bisher größte genetische Studie zu Neurodermitis, in der mehr als 50.000 Patienten und 300.000 gesunden Personen untersucht wurden, wurden nun veröffentlicht auf der website von Nature Genetics.

Ekzem oder atopische dermatitis, ist eine chronische entzündliche Hauterkrankung, die gekennzeichnet ist durch starken Juckreiz und wiederkehrenden ekzematösen Läsionen. Es betrifft bis zu 20% der Kinder und 10% der Erwachsenen weltweit, und dramatische Auswirkungen auf die Lebensqualität und das psychosoziale Wohlbefinden der Patienten und Ihrer Familien. Obwohl die genauen Ursachen sind noch nicht ausreichend verstanden, es ist gut etabliert, dass eine vererbte Anfälligkeit ist von größter Bedeutung.

Um Einblicke in die genetische Risikofaktoren der Erkrankung, ein Forschungs-team, bestehend aus ärzten und Wissenschaftler aus 14 verschiedenen Ländern untersucht, die das gesamte Genom von mehr als 50.000 Patienten und 300.000 gesunden Personen. Die Studie wurde unter der Leitung von Professor Stephan Weidinger, Exzellenzcluster entzündungsforschung (Hautklinik, Universität Kiel und Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel), Dr. Marie Standl vom Helmholtz Zentrum München (Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, München) und Dr. Lavinia Paternoster (University of Bristol, UK), im Rahmen des „EAGLE“ – Konsortiums (EArly Genetics and Lifecourse Epidemiology).

Größte weltweite Studie über Ekzeme

Die Forscher identifizieren konnten zehn neue genetische Regionen, in denen Variationen Einfluss auf das Risiko für Ekzeme. Sie beobachtet auch Unterschiede zwischen ethnischen Gruppen. „Durch die Zusammenarbeit mit Kollegen aus Europa, Amerika, Asien und Australien hatten wir Zugriff auf eine extrem hohe Menge an Daten aus unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen“, so Standl, „und die Ergebnisse sind sehr robust.“

„Geerbte Anfälligkeit für entzündliche Erkrankungen“

Die Mehrzahl der Gene identifiziert, die eine Rolle spielen, die für das Gleichgewicht des Immunsystems und dessen Reaktion auf Umweltfaktoren, und beeinflussen auch das Risiko für andere chronisch entzündliche Erkrankungen. Studie Führer Weidinger: „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Menschen haben eine erbliche Anfälligkeit für entzündliche Erkrankungen im Allgemeinen. In diese Menschen, die andere vererbt oder Umweltfaktoren sind dann dafür zuständig, diese Anfälligkeit zu sein, ausgedrückt in der Haut.“

Das Verständnis der genfunktion, der Verbesserung der Diagnostik und Therapie

Eine Besondere Herausforderung wird nun sein, im detail verstehen die molekularen Mechanismen, durch die die identifizierten Gene erhöhen das Risiko für entzündliche Erkrankungen und speziell für Neurodermitis. Neben Ihrer Wechselwirkung mit lebensstil-und Umweltfaktoren muss noch geklärt werden. „Nur dann werden wir in der Lage sein, um tests entwickeln, die ermöglichen die Vorhersage eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung verbesserter Strategien für die Prävention und Behandlung, oder zur Anwendung von bestehenden Behandlungen in gezielter Weise“, sagt Studienleiter Weidinger.

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